Waldensergemeinde · Perouse (Rutesheim ) LUX LUCET IN TENEBRIS · Licht scheint in der Finsternis · Waldenserort

Geschichte

"Lux lucet in tenebris - Licht leuchtet in der Finsternis"

 

LUX LUCET IN TENEBRIS - Licht leuchte in der Finsternis

 

Waldensergeschichte gerafft:

Um 1177 beginnt Petrus Valdes in Lyon als Wanderprediger. 1179 reist Petrus Valdes dann nach Rom. Papst Alexander III soll ihn als Laienprediger zulassen. 1182 / 1183 werden seine Anhänger - die Waldenser - aus Lyon vertrieben. Zwangsläufig suchen sie Unterschlupf und verbreiten sich damit in Südfrankreich, in der Lombardei und Deutschland.

1184 verurteilt Papst Lucius III auf der Synode von Verona die Waldenser erstmalig öffentlich als Ketzer.  Um das Jahr 1207 stirbt Petrus Valdes.
Auf dem IV. Laterankonzil im Jahr 1215 werden die Waldenser von Papst Innozenz III erneut als Ketzer verurteilt.

Im Jahr 1458 wird der Waldenserbischof Friedrich Reiser in Straßburg verbrannt.
Um 1480 werden die letzten "mittelalterlichen Waldenser" die in Deutschland Aufnahme gefunden hatten, grausam verfolgt. Reste schließen sich der Brüderunität an.

Die Waldenser in den Cottischen Alpen, des Luberon und Kalabriens schließen sich 1532 der Reformation an. 1545 beginnt die Verfolgung der Waldenser im Luberon, 1561 die der waldensischen Gemeinden in Kalabarien, die alle umgebracht werden.

Auch viele Waldenser im Piemont  fallen 1655 einem Massaker zum Opfer. 1685 verbietet der französische Kaiser Louis XIV die Evangelisch-reformierte Kirche im Chisonetal. Von dort fliehen die Waldenser in die Schweiz und nach Deutschland.

Die Waldenser im Piemont werden durch den Herzog von Savoyen 1687 vertrieben. 1689 kehren sie aus ihrem Schweizer Asyl zurück, und werden 1698
wieder von dort vertrieben. Diesmal finden sie Aufnahme in Deutschland.
Dies führt in der Folge 1699 - 1701 in Südhessen, Württemberg und Baden zur Gründung der Waldenserorte.

In den Jahren von 1805 - 1830 werden die deutschen Waldensergemeinden dann in die bestehenden evangelischen Landeskirchen integriert.

1848 werden im Piemont (Königreich Sardinien) verbliebenen Waldenser den anderen Bürgern gleich gestellt, und 1984 kommt das Recht der freien religionsausübung dazu.