Waldensergemeinde · Perouse (Rutesheim ) LUX LUCET IN TENEBRIS · Licht scheint in der Finsternis · Waldenserort

Die Waldenser in den Tälern des Piemont (Italien)

Westlich von Turin, zwischen Pinerolo und der auf in über 3.000 Metern Höhe verlaufenden französischen Grenze, liegen die Täler der Waldenser, die sie seit mehr als 700 Jahren bewohnen. Das Val Pellice, das Val Angrogna, das Val Germanasca und das Valle del Chisone. Durch den Konflikt mit den Vertretern der römischen Amtskirche im Rhonetal, flohen Teile der Waldenser zunächst in die französischen und auch in die noch unzugänglicheren Alpen von Savoyen.

Zur Zeit der Reformation und vor allem der Gegenreformation lieferten sie sich Kämpfe mit den Söldnern der katholischen Häuser Frankreichs und Sayoyens. Kämpfe, die sicher zu einem noch heute vorhandenen waldensischen Bewusstseins beitrugen.

Erst 1848 wurde ihnen durch König Carlo Alberto von Savoyen die bürgerlichen Freiheitsrechte zurückgegeben. Jetzt durften die Waldenser ihre Täler verlassen und konnten arbeiten wo sie wollten. Jährlich am 17. Februar wird dies in jeder Gemeinde gefeiert.

Die Waldensertäler steigen aus der Po-Ebene bis zu den Alpen auf weit über 2.500 Metern Höhe auf und wurden bis heute landwirtschaftlich genutzt.

Schauen Sie mal aus der Satellitenpersektive auf die Waldensertäler

Die Bauern wohnen in kleinen Weilern / Dörfern, deren Zentrum noch heute ein waldensischer Tempel ist. Alle Kinder gingen im Dorf in eine einklassige Dorfschule, in der sie Lesen, Schreiben und Rechnen lernten. nach dem Erhalt der Bürgerrechte waren sie nicht zuletzt deshalb begehrte Fachkräfte.

 

Einen interessanten Film hat Bernd Sander 2005 gedreht. Er wurde in den meisten öfftlich rechtlichen Sendern des Fernsehens gezeigt. Der Film, im Winter und im Sommer gedreht, zeigt die Schönheit der Täler, die mühselige Arbeit der dort lebenden Menschen bis vor nicht allzu langer Zeit und berichtet von der Glaubensstärke dieser Protestanten in Italien.